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Erntetechniken

Früchte werden in der Natur oder auf planmässig angelegten Anbaugebieten gesammelt. Das Sammeln angepflanzter Früchte, die Ernte, ist heute eine mechanisierte und industrialisierte Tätigkeit, während sich das Sammeln von Wildfrüchten seit der Vorgeschichte kaum veränderte. Letzteres gilt in den industrialisierten Ländern als Freizeitaktivität; Gesetze regeln, dass nur mit der Biodiversität verträgliche Mengen entnommen und geeignete Werkzeuge verwendet werden.
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© Getty images / CAP / Roger ViolletTrüffelsuche im Périgord, Frankreich, um 1900

Zwei Prinzipien – Sammeln in der Natur oder in Anbaugebieten

Man unterscheidet zwei Arten des Sammelns: das wilde Sammeln in der freien Natur und das systematische Sammeln in Anbaugebieten, je nach Landwirtschaftsprodukten auch „Ernte“ genannt.

In Industriestaaten wird das wilde Sammeln heute vor allem als Freizeitaktivität betrieben. Im Wald, auf Feldern und sogar in städtischen Gebieten können bestimmte Pflanzen gesammelt und sofort verzehrt werden. Sammeln als Freizeitaktivität entspringt dem Wunsch, sich in der Natur zu bewegen und Geschmackseigentümlichkeiten eines bestimmten Gebiets zu entdecken. Je nach zu sammelnden Pflanzen werden Erfahrung und Kenntnisse der Techniken und Hilfsmittel benötigt. Um die Biodiversität zu erhalten, gelten für die gesammelten Arten Vorschriften hinsichtlich der Sammelmenge, der -gebiete und der -zeiten. Ausserdem können Hobby-Sammler an Schulungen teilnehmen, die sie für die Wachstumszyklen der Pflanzen sensibilisieren und bewirken, dass sie z.B. junge Triebe schonen.

Das Sammeln von reifem Obst und Gemüse, die „Ernte“, gehört zu den Aufgaben jedes Hobbygärtners und Erzeugers. Während über die Funktion der verschiedenen Erntehilfen Übereinstimmung herrscht, gehen die Meinungen bei den notwendigen Handgriffen auseinander: z.B. pflücken manche die Früchte durch Drehen, andere reissen sie ab.

Erntehilfen, die die blossen Hände unterstützen

Die landwirtschaftliche Produktion nutzt mechanische Hilfsmittel. Daneben wird meist mit blossen Händen gesammelt, wobei bestimmte Hilfen und Accessoires wie z.B. das Pilzsammel-Set die Arbeit vereinfachen und angenehmer gestalten.

Handschuhe schützen die Hände bei der Ernte oder beim Jäten reizender (Brennnessel), stacheliger (Weissdorn, Brombeere) und stark wachsender, aber wenig verwurzelter Pflanzen (Unkraut). Bei anderen Pflanzen nützen scharfe Werkzeuge wie Sichel, Gartenschere oder Machete.

Ausgebildete Tiere mit feinem Geruchssinn helfen bei der Suche nach wertvollen, im Boden wachsenden Nahrungsmitteln – z.B. Hunde und Schweine für Trüffel.

In einer Tasche können die gesammelten „Früchte“ schliesslich für den späteren Verzehr transportiert und aufbewahrt werden.

Die Benutzung bestimmter Hilfen, die immer noch im Handel käuflich sind, wurde inzwischen wegen möglicher Pflanzenbeschädigungen verboten: Ein Beispiel ist der Heidelbeerkamm.