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Über uns

Ahorn

Saft und Holz des Ahorns bringen den Menschen Nutzen; Tiere ernähren sich von seiner Rinde, den Knospen, Zweigen und Früchten.
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© Shutterstock / Le Do

Ursprungsort des Zucker-Ahorn-Anbaus

85 % der Weltproduktion von Ahornsirup kommt aus Kanada (Québec, Ontario, New Brunswick und Nova Scotia). Schon lange vor der Ankunft von Siedlern fingen die Ureinwohner Kanadas den Ahornsaft auf und kochten ihn, um Sirup herzustellen. Ahornzucker war der erste Zucker, der im Osten von Nordamerika produziert wurde. Man verwendete ihn als Haushaltszucker, bis 1875 der Rohrzucker auf den Markt kam.

Ernte und Produktion von Ahornsirup

Durch Photosynthese (Synthese von Zucker aus Kohlendioxid und Wasser durch Sonnenlicht) produziert der Ahorn den Sommer über Zucker, den er im Herbst in den Wurzeln zu Stärke umwandelt. Im Frühjahr entnimmt der Zucker-Ahorn dem gespeicherten Zucker die benötigte Energie: er zieht Wasser aus dem Boden, was den Stoffwechsel neu anregt und den Saft wieder zirkulieren lässt. Im Frühling wird daher nicht der Saft, sondern das Wasser des Zucker-Ahorns aufgefangen. Dieses Wasser besteht aus etwa 97 % Wasser, 2 % Zucker, organischen Säuren, Mineralien und Vorstufen des Ahornaromas. Sobald der bitterere Saft den Stamm erreicht, wird die Flüssigkeit nicht mehr aufgefangen. Ein Baum enthält fast 500 Liter Wasser, von denen jedes Jahr nur etwa 10 % entnommen werden. Übrigens benötigt man 40 Liter Ahorn-Wasser, um einen Liter Ahornsirup herzustellen.

Ahornsorten und ihre Produkte

Ahorne gehören zur Familie der Seifenbaumgewächse. Die meisten sind blattabwerfend. Ihre kleinen gelben, orangefarbenen, roten oder grünen Blüten ziehen Insekten an, von denen sie bestäubt werden. Ihre Nussfrucht, die Samara, ist trocken und geflügelt (man nennt sie oft „Flügelflieger“).

Es gibt viele verschiedene Ahornsorten, die aus den europäischen Gebirgen, dem Mittelmeerraum, Nordamerika und Asien stammen. Eine der bekanntesten ist der Zucker- oder kanadische Ahorn. Er ist einer der bedeutendsten Bäume Ontarios und ganz Kanadas, der ausserdem zum Nationalbaum des Landes ernannt wurde (die kanadische Flagge zeigt ein Ahornblatt). Er hat hartes, blasses Laubholz mit dichten Fasern, wird bis zu 35 Meter hoch und bis zu 400 Jahre alt. Da er tiefe und feuchte Böden bevorzugt, kann er im Schatten überleben, auch wenn er zum Wachsen Sonnenlicht braucht.

In Nordamerika werden Ahornbäume für die Produktion von Ahornsirup und seiner Folgeprodukte wie z.B. Zucker, Bonbons oder Ahornbutter genutzt. Ihr Holz dient zur Herstellung von Bodenbelägen oder Möbeln, aber auch als Brennholz, da es viel Wärme liefert und langsam brennt. Manche Sorten mit besonders schönen Blättern und Blüten werden als Ziersträucher verwendet.