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Hopfen

Hopfen, eine Kletterpflanze, erreicht eine Höhe von bis zu zehn Metern. Er wächst in den gemässigten und feuchten Regionen der nördlichen Hemisphäre. Beim Wachsen windet sich der Hopfen um Gerüste. Charakteristisch sind seine doldenförmigen Blüten, die als eine der wichtigsten Bierzutaten gelten. Sie verleihen dem Bier den herben Geschmack sowie sein besonderes Aroma und erhöhen seine Haltbarkeit.
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©Shutterstock / Oksana2010

Äthiopier sind die wichtigsten Hopfenproduzenten

Äthiopien ist weltweit der grösste Hopfenhersteller. Danach folgen die Vereinigten Staaten, Deutschland und Tschechien in der Rangfolge der Hopfenanbauländer.

Nur die weiblichen Pflanzen geben dem Bier Geschmack.

Hopfen wird wegen seiner Blüten angebaut, die für die Bierherstellung verwendet werden. Hopfen ist ein diözisches (zweihäusiges bzw. getrenntgeschlechtliches) Gewächs, d.h. es gibt weibliche und männliche Pflanzen. Die männlichen Blüten bilden blassgrüne fallende Ährchentrauben, während die weiblichen Blüten eine Art fruchttragende Ähre bilden, gelbgrüne ovale Dolden, die aus kleinen, schuppenartig angeordneten Blättern bestehen. Generell werden nur die weiblichen Pflanzen angebaut, da die männlichen kein Lupulin enthalten, ein gelbes Harz, das dem Bier seinen typischen Geschmack und seine Haltbarkeit verleiht. Der Hopfenanbau beginnt Ende März/ Anfang April. Anstelle von alten Pflanzen, die nicht mehr genug Ertrag bringen und zu Beginn der Saison ausgeschnitten werden, setzt man neue ein. Nach der Blüte werden die Pflanzen im August oder September von Hand oder mechanisch geerntet.

Bei der Ernte wird das Tragen von Handschuhen empfohlen, da Halme und Blätter des Hopfens Hautausschlag verursachen können. Die Dolden enthalten 70 bis 80% Feuchtigkeit und werden acht Stunden lang getrocknet, um ihre Feuchtigkeit auf 7 oder 8% zu reduzieren und sie für ca. acht Monate lagerbar zu halten. Der Hopfen kann, wenn er zu Granulat oder Pellets verarbeitet ist, bis zu zwei Jahren konserviert werden.

Blüten mit aromatischen und therapeutischen Eigenschaften

Hopfen ist wie Mohn eine Pflanze der Familie der Cannabinaceae (Hanfgewächse). Sie wächst in den gemässigten Regionen der nördlichen Hemisphäre. Als Kletterpflanze kann Hopfen eine Höhe von ungefähr zehn Metern erreichen und bis zu fünfzig Jahre alt werden. Seine Stängel umschlingen Gerüstanlagen, an denen sie hochwachsen. Nach und nach wird seine Rinde dick, rauh und dunkelbraun. Der Hopfen wächst optimal in feuchten Regionen, auf durchlässigen und sandigen Böden entlang von Wasserläufen. Er toleriert zwar niedrige Temperaturen und Schatten, zieht aber sonnige Standorte vor.

Heute wird Hopfen hauptsächlich mit der Bierherstellung in Verbindung gebracht. Seine Blüten stabilisieren das Bier, erhöhen dessen Haltbarkeit und aromatisieren es mit einer herben Note. Der herbe Biergeschmack ist auf die im Hopfen enthaltenen Harze zurückzuführen, während seine ätherischen Öle das Bier verfeinern und aromatisieren. Es finden sich mehr als 200 Komponenten im Hopfenöl.

Hopfen wird auch in verschiedenen kulinarischen, pharmazeutischen und kosmetischen Anwendungen eingesetzt. So geben Hopfenöl und Hopfenextrakte anderen Konsumartikeln wie Tabak, Hefe, Getränken, Desserts, Bonbons, Süsswaren und Würzmitteln eine spezielle Note. In früheren Zeiten nutzte man Hopfenharz aufgrund seiner antibiotischen Eigenschaften für die Wundversorgung und die Behandlung von Tuberkulose. In Europa und Asien wird Hopfen bis heute als Beruhigungs- und Schlafmittel eingesetzt.