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Kaffee mit Schnaps

Kaffee mit Schnaps hat insgesamt eine sehr lange Tradition, die eine Vielzahl von Rezepten und Gewohnheiten hervorbrachte. Im italienischen Aostatal verleiht der sogenannte „Becher der Freundschaft“ diesem Getränk einen besonders geselligen Charakter.
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Freundschaftstasse, Italien, 2000
© Alimentarium

Geschmack an Kaffee mit Schnaps

Das Mischen von Kaffee und Alkohol ist eine althergebrachte Praxis in vielen Ländern. Meist war es auf dem Land üblich, dem Kaffee verdeckt oder offen einige Tropfen selbst gebrannten Alkohols zuzufügen - oft mit dem Hintergedanken oder dem Vorwand, sich zu „stärken“. Überall entstanden Traditionen und Rezepte in Hülle und Fülle: Der Irish Coffee mit Whiskey aus Irland, der Kaffee „brûlot“ mit Cognac aus New Orleans, der Burgunder Kaffee mit Rotwein oder Marc de Bourgogne. Das Aostatal in Italien entwickelte seine eigene Tradition, festlich und gesellig, beliebt vor allem im Winter. Sie ist besonders originell, denn der Kaffee wird aus einer Grolla, auch „Becher der Freundschaft“ genannt, getrunken.

Ein Kaffeegenuss mit Folklore

Die Grolla („Becher der Freundschaft“), die immer aus Holz besteht, ist typisch für das Aostatal und einige Nachbartäler. Kaffee wird zusammen mit Grappa, Orangenspalten und Zucker gemischt und eingefüllt sowie anschliessend flambiert. Anschliessend trinkt jeder Gast abwechselnd aus diesem Gefäss, wobei jeder seine eigene Tülle hat. Der Behälter wird erst abgesetzt, wenn er geleert ist. Diese Tradition, die noch im letzten Jahrhundert lebendig und vor allem im Winter beliebt war, gerät - vor allem aus hygienischen Gründen - immer mehr in Vergessenheit. So wird die Grolla leider allmählich zum reinen Objekt für Folkloreliebhaber.