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Herkunftsangabe auf Verpackungen

Verpackungsinformationen dienen als Orientierung für den Verbraucher bei der Lebensmittelauswahl. Gesundheitskrisen wie der „Rinderwahn“ in den 1990er Jahren haben vor Augen geführt, wie wichtig die Kenntnis der genauen Herkunft sowie der Stationen ist, die ein Produkt auf dem Weg durch die Herstellungs-, Verarbeitungs- und Vertriebskette durchläuft. Die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln erhöht die Lebensmittelsicherheit.
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© Getty Images / LightRocket / Roberto Machado Noa - Williams-Christ-Birnen aus Canada, 2015

Von der Heugabel auf die Gabel, vom Stall auf den Tisch

Gesundheitskrisen der Lebensmittelindustrie, wie z.B. das Risiko der Übertragung von Tierseuchen auf den Menschen, haben gezeigt, wie wichtig es ist, die Herkunft von Lebensmitteln und den Weg, den sie bis auf unsere Teller zurückgelegt haben, zu kennen, d.h. sie rückverfolgen zu können. Der 1961 gegründete Codex Alimentarius bestimmt die internationalen Lebensmittelregelungen. Er definiert die Rückverfolgbarkeit als „Fähigkeit, den Weg der Lebensmittel durch die unterschiedlichen Produktions-, Verarbeitungs- und Vertriebsketten verfolgen zu können“ (FAO, 2015).

Im Fall von Fleisch beinhaltet das Rückverfolgungssystem, dass jedes für den Verzehr bestimmte Tier präzise identifizierbar ist - von der Geburt bis zur Verarbeitung in Lebensmitteln (Herkunft, Rasse, Alter, Umsiedlungen, tierärztliche Behandlungen).

Heute wird der Bereich des Öffentlichen Gesundheitswesens stark von der Verbraucherethik bestimmt. Die Verbraucher achten mehr auf Betrugsrisiken im Lebensmittelsektor, auf das Wohlbefinden von Schlachttieren, auf nachhaltigen Fischfang, auf biologischen Anbau und fairen Handel. Die Angaben zur Rückverfolgung auf den Produktverpackungen dienen der Orientierung des Verbrauchers bei der Lebensmittelauswahl.

Verpackungsangaben

Neben der Zutatenliste und der Nährwerttabelle stehen auch Angaben zur Rückverfolgbarkeit auf der Produktverpackung. Diese Informationen leiten den Verbraucher bei der Auswahl.

Einige Verpackungsangaben zur Produktverfolgung sind Pflicht: Name und Adresse aller an der Nahrungsmittelkette Beteiligter, das heisst Hersteller, Verpacker, Vertrieb, Importeur, Exporteur, Verkäufer. Ausserdem muss das Herkunftsland angegeben sein, dessen Fehlen einer Konsumentenirreführung gleichkäme. Das wäre z.B. der Fall, wenn das Produkt nur auf das Land seines Verkaufs hinweist, aber nicht angibt, ob auch die Inhaltsstoffe von dort stammen. Wenn importierte Ware dagegen in einem Land weiterverarbeitet und in ihrer Beschaffenheit verändert wird, so muss das Land der Weiterverarbeitung als Herkunftsland angegeben werden. Jede Verpackung enthält zudem eine individuelle Kennung, die die Fabrik und den Warenposten bezeichnet. Diese Kennzeichnung kann in Buchstabenform oder als Strichcode erfolgen.