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Das Gehirn gut ernähren

Entgegen weit verbreiteter Meinung sind nicht nur Eiweisse, sondern auch Fette und Zucker für Entwicklung und Funktionsfähigkeit des Gehirns notwendig. Ein Mangel an diesen Stoffen kann zu kognitiven Defiziten, die mit der geistigen Leistungsfähigkeit zusammenhängen, führen oder die Gehirnalterung beschleunigen.
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© Shutterstock / TijanaM
 

Ernähren Sie sich ausgewogen.

Unser Gehirn reagiert besonders sensibel auf Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht. Um dem vorzubeugen, bedarf es keiner Wunder, sondern einer ausgeglichenen Ernährung.

Eine allzu fett- oder zuckerhaltige Ernährung hat jedoch ebenfalls eine indirekt toxische Wirkung auf die Gehirnfunktionen. Sie bewirkt eine entzündliche Reaktion der Blutgefässe im Gehirn, die zum schrittweisen Verfall der Nervenzellen und zum Nachlassen der kognitiven Fähigkeiten führt.

Das Gehirn verbrennt Kohlenhydrate:

Etwa 20 % des Gesamtenergiebedarfs des menschlichen Organismus verbraucht das Gehirn, obwohl es nur 2 % des Körpergewichts ausmacht. Es benötigt jeden Tag 120 Gramm Glukose.

Glukose versorgt unser Gehirn mit Energie. Es verbraucht mehr als die Hälfte der in der täglichen Nahrung enthaltenen Kohlenhydrate. Da das Gehirn sie nicht speichern kann, benötigt es Kohlenhydrate bei jedem Essen. Dazu eignen sich am besten Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index - Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide oder Nudeln, Reis, Müsli, Obst anstelle Zucker. Wird das Gehirn nicht ausreichend mit Kohlenhydraten versorgt, kann es zu einem Nachlassen von kognitiven Fähigkeiten wie der Gedächtnisleistung, der Aufmerksamkeit und dem Lernvermögen führen.

Eiweisse sind am Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen beteiligt:

Tierische Eiweisse (Eier, Fisch, Meeresfrüchte und Fleisch) sind an der Herstellung von Neurotransmittern, den Kommunikationsmolekülen zwischen den Nervenzellen, beteiligt. Fettarme Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Fisch und Fleisch ohne Fett sind die idealen Quellen für Aminosäuren; sie stellen Grundbausteine der Proteine dar. Sie erhöhen die Konzentration von Serotonin im Gehirn und sorgen so für eine bessere Gemütsstimmung.

Ein zur Hälfte aus Fetten bestehendes Gehirn

Entgegen landläufiger Meinung müssen wir Fett aufnehmen. Cholesterin und Omega-3-Fettsäuren sind an den kognitiven Funktionen beteiligt und beugen dem Nachlassen der Gehirnleistung vor. Doch in unserer Ernährung sind sie nicht ausreichend enthalten! Das menschliche Gehirn besteht zu 55 % aus Fetten wie Cholesterin und Fettsäuren, die zu den zentralen Elementen für seinen Aufbau und seine Leistungsfähigkeit gehören. Die Fettsäuren der Familie der Omega-3 (Makrele, Lachs oder Walnussöl) und der Omega-6 (pflanzliche Öle und Fleisch) schützen vor dem Verfall des Nervensystems.

Spurenelemente für hohe Leistungsfähigkeit

Vitamine, Salze und Mineralien haben für das Gehirn ebenfalls grossen Wert. Kalium, Natrium und Kalzium sind für die Leistungsfähigkeit der Gehirnzellen unerlässlich. Als Cofaktoren haben sie Anteil an zahlreichen Stoffwechselprozessen wie beispielsweise der Produktion von Neurotransmittern, die den Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen sicherstellen. Sie übernehmen dabei die Aufgabe, die Tätigkeit der Enzyme zu fördern oder diese in aktivem Zustand zu halten. Einige Vitamine übernehmen ausserdem eine Schutzfunktion, indem sie schädliche Metaboliten (Stoffwechselprodukte) neutralisieren.