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Über uns

Blaubeere

Die zu den Heidekrautgewächsen (Ericaceae) zählende Blaubeere dient seit langem der menschlichen Ernährung. Über die Migration verbreiteten Menschen sie über die ganze Welt, weil nicht nur ihr Geschmack, sondern auch ihre Heilkräfte und ihre Widerstandsfähigkeit geschätzt wurden. Ihr Strauch wird wie ein Obstbaum kultiviert; die bläulich-schwarze Beere findet sowohl in der Nahrungsmittel- als auch in der Pharmaindustrie Verwendung.
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© Shutterstock / Anna Sedneva

Ein natürliches Lebensmittel mit medizinischem Zusatznutzen

Die Blaubeere stammt ursprünglich aus Nordeuropa und Amerika und kann in allen Klimaten geerntet werden. Da sie sich leicht konservieren lässt, ist sie vor allem zur Winterzeit ein beliebtes Lebensmittel. Schon die antiken Griechen schätzten ihre medizinischen Wirkstoffe, wodurch sie immer mehr zur Heilpflanze avancierte. Als solche wurde sie auch im Mittelalter gebraucht. Ihre antibakterielle und antidiarrhoische Wirkung half bei der Bekämpfung von Ruhr-Epidemien.

Im 18. Und 19. Jh. eroberte die Blaubeere als saisonale Frucht wieder ihren Platz in der täglichen Ernährung. Wie die Brombeere wird sowohl wegen ihrer sensorischen und medizinischen Eigenschaften geschätzt.

Der Anbau

Blaubeeren kommen wild vor, werden jedoch auch extensiv oder in privater Kultur angebaut.

Natürlicherweise gedeiht der Strauch auf sandigem saurem Boden an halbschattigen Standorten, so oft in Wäldern oder an Feldrändern. Um diese speziellen Kulturbedingungen nachzuahmen, werden Blaubeeren in beschatteten Feldern oder in Töpfen in feuchter Erde angebaut und regelmässig gewässert. Baumschulen züchten die Pflanzen aus Samen, wo sie sich optimal entwickeln können. Der Einsatz von Stecklingen vereinfacht den Anbau im Topf: Das Umtopfen wird so zur ersten Anbauphase.

Der Wachstumszyklus ähnelt dem von Obstbäumen und Zitrusgewächsen: Pflanzen, Wachsen, Ausreifen, Unterhaltungsschnitt, Reifen, erneuter Wachstumszyklus. Ein Schnitt ist unentbehrlich, um das Wachstum des Strauches zu kontrollieren. Ohne ihn würde die Beerenproduktion mit den Jahren abnehmen.

Die Beerenreife lässt sich anhand der Farbe feststellen: schwarzblau sind sie pflückbar. Die Ernte erfolgt mechanisch oder per Hand mit Gartenschere und Handschuhen. Anschliessend werden die Beeren gewaschen und tiefgefroren eingelagert. In der kommerziellen Nutzung, taut man sie stufenweise entweder für den Transport oder zum direkten Verkauf auf.

Strauch mit rosa Blüten

Die Blaubeere ist ein bis 60 Zentimeter hoher Strauch mit mehreren stark verzweigten Trieben. Die Blätter sitzen an den oberen Zweigen, deren rosa Blüten eine fleischige Beere von schwarzblauer Farbe hervorbringen. Neben der gemeinen Blaubeere gibt es weltweit über 400 Sorten.

Die Blaubeere kann als Marmelade, Sauce und Medikament roh oder verarbeitet verzehrt werden.

Blaubeere oder Heidelbeere?

Blaubeeren und Heidelbeeren sind zwei Bezeichnungen für dieselbe Beerenart, die zur Familie der Ericaceae gehört. Bei der kommerziell angebauten und vermarkteten Beere handelt es sich meist um Kreuzungen der amerikanischen Heidelbeere (Vaccinium corymbosum).