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Flusskrebs

Der Flusskrebs ist ein Schalentier mit fünf Beinpaaren, das in Aussehen und Geschmack dem Hummer ähnelt. Einige ‚Flusskrebse‘ genannte Arten wanderten jüngst in Europa ein. Sie bilden eine Gefahr für Wasserqualität und Artenvielfalt, so dass Fang und Verzehr ihres exquisiten Fleisches gefördert werden.
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© Shutterstock / Nata-Lia

Invasive Ausbreitung

Der Begriff ‚Flusskrebs‘ umfasst zahlreiche Arten von Schalentieren, die in Süsswasser leben und kleinen Hummern ähneln.

Dieses Schalentier ist nahezu auf der ganzen Welt zu finden. In Europa bedrohen exotische Arten aus Pazifik und Atlantik, die besonders gefrässig und invasiv sind, Wasserqualität und Artenvielfalt. Da sie schneller als europäische Flusskrebse geschlechtsreif werden, pflanzen sie sich öfter fort und sind widerstandsfähiger.

Fang und Zucht

Flusskrebszucht ist wenig verbreitet. In Ländern wie China und den USA wird sie betrieben. Dort gibt es sogar eine Berufsausbildung und Schulungen zur Krebszucht. Fang und Verzehr der aus Nordamerika eingewanderten Krebsarten werden in Europa derzeit gefördert und unterliegen kaum Einschränkungen. Da diese Arten als invasiv gelten, werden sie nicht gezüchtet.

Ein widerstandsfähiges Schalentier

Der Flusskrebs ist ein Schalentier aus der Überfamilie der Astacoidea. Sein Körper besitzt kein inneres Skelett, sondern wird von einem Aussenskelett getragen und geschützt. Er ist dreigeteilt: vorn der Kopf mit zwei Fühlerantennen, mittig die Brust (Thorax) mit drei Paaren ‚Kieferbeinen‘ und zwei Paaren Laufbeinen zur Fortbewegung, dann der Hinterleib mit dem Schwanz.

Der meist nachtaktive Flusskrebs verschlingt nahezu alles, was ihm in die Quere kommt - von Weichtieren, Insekten und jungen Artgenossen bis zu Fischeiern. Er kann bei einer Maximallänge von 20 cm bis zu 200 g wiegen.

Die Paarungszeit sowie die Schlüpfdauer der Larven variiert je nach Krebsart, der Paarungsvorgang verläuft jedoch ähnlich. Das Weibchen legt 50 bis 600 Eier je nach Art, Alter und Grösse, die sich zunächst zu Embryonen entwickeln, ehe später Larven schlüpfen, die noch mehrere Tage am Bauch des Weibchens hängen.

Der Flusskrebs kennt zahlreiche Fressfeinde: Fische wie Forelle, Barsch, Hecht oder Quappen, Vögel wie Reiher oder Ente, dazu Säugetiere wie Otter, Bisamratte oder der Mensch. Einige Arten (insbesondere die in Westeuropa heimischen) reagieren empfindlich auf Viren, Pilze und Parasiten.

In Westeuropa leben nur drei heimische Arten, während weltweit mehr als 470 gezählt werden. Fang und Verzehr der amerikanischen Arten werden gefördert und unterliegen nur wenigen Einschränkungen.

In Wasser gekocht kann man Flusskrebse wie Garnelen mit Knoblauch, Petersilie, Schalotten und Bouillon zubereiten oder sie in Mayonnaise tauchen – z.B. als Beilage zu Zitronenreis.