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Aktuell im Museum ausgestellt : Bereich Gesellschaft

Schokoladenkiste

Neuzeit, Europa
AL3362

Im 18. Jh. hatte Schokolade, die zwei Jahrhunderte zuvor aus Mexiko eingeführt wurde, auf den Tischen der Aristokraten Europas einen hohen Stellenwert. Sie wurde zunächst als Medikament angesehen, aber dank ihres Geschmacks und Duftes begann man allmählich, sie in Form von heisser Schokolade zu geniessen. Man sprach ihr sogar aphrodisierende Wirkung zu, und die Einladung eines Mannes, sich mit ihm dieses Getränk zu teilen, sprach Bände.

Die einzelnen für die Zubereitung erforderlichen Teile wurden des Öfteren in einem Necessaire aufbewahrt. Das aus dem 18. Jh. stammende Modell unserer Sammlung ist ein schönes Beispiel: In der Kiste aus mit Silberfäden besticktem Leder befinden sich eine Tasse mit Untertasse, ein Quirl und vier Metallbehälter für Schokolade, Wasser, Zucker und höchstwahrscheinlich Gewürze. Im 18. Jh. gab man Schokolade in warmes Wasser und löste sie darin langsam auf.  Dann kamen Zucker und Gewürze wie Vanille und Zimt dazu. Der Holzquirl diente zum Schlagen der Schokolade, um sie lockerer zu machen.

Anmerkung:

Kochen, Essen, Einkaufen, Verdauen, 2003. Vevey: Alimentarium, p. 123.

Datenblatt

  • Objekttyp: Kätschen
  • Herkunft: Frankreich
  • Material und Technik: Holz Leder Porzellan Zinn
  • Datierung: um 1750
  • Masse: 17 x 25 x 16,5 cm
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