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Startseite : Sammlung : Rösttopf
Aktuell im Museum ausgestellt : Bereich Essen

Rösttopf

Gegenwart, Südamerika
AL3031

Das abgebildete Steingutgefäss aus den 1980er-Jahren stammt aus der peruanischen Region Juliaca im Mantaro-Tal. Das dort lebende Volk der Wanka ist für die Herstellung von Keramikgegenständen bekannt.
Das von den Wanka benutzte Küchengeschirr besteht vorwiegend aus Tongefässen. Sie werden den sehr viel teureren und komplizierter herzustellenden Metallgefässen vorgezogen. In der Küche eines jeden Wanka-Haushalts sind drei Kochbehälter aus Ton zu finden: Die olla, ein Topf zum Garen von Gemüse, Fleisch und Sättigungsbeilagen, die chata, eine Bratpfanne, und schliesslich ein Behälter zum Rösten von Maiskörnern und Getreide wie Quinoa. Dieser auf Spanisch tostadera und auf Quechua kallana genannte Topf ist eine hohle Steingutkugel mit einer Öffnung an der Seite und oben einem Griff. Das Korn wird in das Innere des Rösttopfes gelegt, der dann direkt auf eine Flamme gestellt wird. In der tostadera wird insbesondere cancha zubereitet, ein in den Anden sehr beliebter Snack aus knusprigen Maiskörnern.

Datenblatt

  • Objekttyp: Kochgefäss
  • Herkunft: Peru
  • Material und Technik: Terrakotta
  • Datierung: 1980
  • Masse: 30.5 x 24 x 20.5 cm
  • Gewicht: 1557g
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