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Cashewnuss

Die Cashewnuss, auch Cashewkern genannt, ist die Frucht des Acajoubaums. Die Nuss hängt am Ende eines saftigen Stiels, mit dem sie zusammen eine birnenförmige, essbare „Scheinfrucht“ bildet. Vermarktet wird der essbare innere Teil der Nuss, nachdem sie geschält wurde. Der Schälvorgang ist komplex: Der Kern muss von seinen Schalen und Hülsen befreit werden. Dabei wird ein stark ätzender Stoff freigesetzt, der als Cardol bekannt ist.
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© Shutterstock / wichitpong katwit - Cashewäpfel mit Nüssen

Die Cashewnuss ist eine merkwürdige Frucht.

Die Cashewnuss ist die Frucht das Acajoubaums. Der aus Brasilien stammende Baum kann bis zu 10 m hoch werden und wurde im 16. Jh. von den Portugiesen nach Afrika und Indien gebracht. Die Cashewnuss hat die Form einer Niere. Sie hängt an einer „Scheinfrucht“, die durch die Entwicklung des Blütenstiels gebildet wird. Man nennt sie „Cashewapfel“, obwohl sie einer Birne ähnelt. Jeder „Apfel“ produziert nur eine einzige Nuss. Die etwa 3 cm grosse Cashewnuss besteht aus einem Kern, der von einer feinen Hülle und zwei Schalen umgeben ist. Die innere Schale ist hart und schwierig zu knacken. Zwischen den beiden Schalen befindet sich eine ölige, giftige und stark ätzende Substanz. Wenn man versucht, den Kern mit den Fingern auszulösen, ruft diese Substanz Verbrennungen und Hautblasen hervor.

Die Entnahme des Cashewkerns ist ein komplexer Vorgang

Wenn die Cashewnüsse reif und vom Baum gefallen sind, werden sie aufgesammelt und vom „Apfel“ getrennt. Nach dem Trocknen wird die Nuss gereinigt und einige Stunden lang an einem feuchten Ort gelagert. Danach röstet man sie. Dabei wird das ätzende ölige Produkt, bestehend aus Cardol und Anacardsäure, das sich zwischen den beiden Schalen befindet, herausgelöst und aufgefangen. Anschliessend wird die Nuss mit Wasser besprüht, abgekühlt und getrocknet. Anschliessend kann sie geschält werden. Trotz der Erfindung von Maschinen, die das Verfahren automatisieren sollten, wird dieser Schritt auch heute noch grösstenteils von Hand durchgeführt. Er besteht im Wesentlichen darin, auf eine bestimmte Stelle der Schale zu schlagen, um eine Spalte zu erzeugen, diese dann vorsichtig zu erweitern, um den Kern zu entnehmen. Letzterer muss von einer feinen Hülle befreit werden. Der Kern ohne Schalen und Hüllen wird geröstet und ist dann zum Verzehr bereit.

Die Produkte aus der Frucht des Acajoubaums

Nur die geschälten Kerne der Cashewnuss werden vermarktet. Da diese Kerne schnell ranzig werden, sollte man sie am besten in Beuteln vakuumverpackt im Kühlschrank aufbewahren. Sie lassen sich im Ganzen, gehackt, geröstet, gesalzen oder ungesalzen verwenden. Die ganzen Kerne werden meistens als Appetithappen verzehrt. In den Herstellungsländern werden sie auch als Kochzutaten genutzt.

Der „Cashewapfel“ kann roh, gekocht und in Form von Saft oder Sirup konsumiert werden. Man kann ihn auch gären lassen und zu Wein verarbeiten. In Brasilien, dem Herkunftsland des Acajoubaums, gilt dieser Apfel als Delikatesse. Er wird der Nuss vorgezogen.

Das aufgefangene Cardol wird zur Herstellung von Lacken, Harzen, Imprägniermitteln, Tinte und Insektenvernichtungsmitteln verwendet.