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Thema Gesellschaft

secteur société tableaux
Im Bereich Gesellschaft setzt sich der Besucher mit seinen sozialen Beziehungen auseinander. Der Essensakt gilt beim Menschen als Indikator für den gesellschaftlichen und kulturellen Status, der uns hilft, uns angemessen zu benehmen und das Verhalten der Anderen zu verstehen. Bei einer Abendessenseinladung knüpfen wir Kontakte, zeigen unseren Sozialstatus, pflegen gesellschaftliche Rituale und führen gesellige Bräuche fort - für Gäste und Gastgeber eine subtile Art der Selbstdarstellung. Der Bereich Gesellschaft zielt auf Wissens- und Erfahrungsaustausch und beginnt folgerichtig mit der Frage „Wie esse ich?“ Die drei grossen Themen des Rundgangs zeigen, dass Essen nicht nur ein vitales Grundbedürfnis, sondern auch eine grundlegende soziale Funktion ist.

In einem mit Fotografien und persönlichen Zeugnissen geschmückten intimen Raum lernt der Besucher, bis zu welchem Grad Erziehung und familiäres Umfeld die Beziehung zum Essen prägen. An einer Mitteilungswand kann er sich neuen gesellschaftlichen Phänomenen wie Hashtags oder Foodporn stellen. Von New York bis Seoul: #pizza, #burger oder auch #bulgogi erinnern an unsere Vorlieben und unsere kosmopolitischen Essens-Erlebnisse. Aber die Tatsache, dass Teile der Welt zum Essen schweigen, belegt eine weitere Realität und zeigt die Grenzen des Ernährungswohlstands auf...

An einer Medienstation können Interessierte an der Madeleine von Marcel Proust, einer Art kollektiven Gedächtnisses des Essens von und für Besucher mitwirken, das aus Kindheitserinnerungen, Tipps und Gastroselfies besteht Jedermann ist frei, sein Lieblingsrezept zu hinterlassen, das vielleicht von den Köchen des Alimentarium nachgekocht wird!

Im weiteren Verlauf des Rundgangs wird den Besuchern bewusst, wie sehr ihre Vorlieben und Gewohnheiten von über die familiäre Herkunft hinausgehenden sozialen und kulturellen Faktoren abhängen, d.h. den Schnittpunkt vielfältiger Einflüsse darstellen. Jede Gesellschaft, jede Kultur legt fest, welche Nahrungsmittel gewünscht oder verboten sind, und welche Speisen Initiationscharakter haben. Neben kulturellen oder religiösen Tabus nimmt unsere Zeit „begierig“ neue Ernährungsregeln mit weniger Salz, weniger Zucker etc. auf. Vor einer Serie grossformatiger Fotografien kann der Besucher der Frage nachgehen, wie die verschiedenen Essgewohnheiten hier und anderswo, aber auch Gestern und Heute aussehen. Welche Konsequenzen hat die Ernährung auf Gesundheit, Umwelt, das Leben anderer Menschen? Warum essen wir z.B. „ohne Hunger“?

Den Tisch zu decken ist etwas Besonderes - in allen Ländern und zu allen Zeiten. Ein interaktiver, mehrere Spiele zum Thema Tischsitten verschiedener Kulturen enthaltender Tisch stellt unterhaltsam einige der sich darin manifestierenden Werte und Überzeugungen dar. Zum Abschluss steht der Besucher vor einer lebendigen, bunten Bildwand, vor der Objekte der Museumssammlung zu sehen sind. Hier entfaltet sich noch einmal der Reichtum der Essensriten, Essensfeste und Essensorte in aller Welt.