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Nr.: 38 Forschung und Ernährung – ein Dialog

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FORSCHUNG UND ERNÄHRUNG – EIN DIALOG
Vom 28. Februar 2009 bis 17. Januar 2010. Eine Ausstellung des Alimentariums.

Welche Rolle spielt die Ernährung für die Entwicklung unseres Gehirns? Unser Darm enthält zwei Kilo Bakterien. Wozu sind sie gut? Was hat die Ernährung von Kindern, älteren Menschen, Sportlern und Astronauten gemein? Wer verträgt Milch? Wer die genetischen Voraussetzungen dafür hat. Wie lässt sich die Technik nutzen, um den Fettgehalt zu verringern? Bakterien und Pilze sind in unserer Nahrung allgegenwärtig – zu unserem Nutzen oder Schaden?

Viele Fragen auf dem Gebiet der Ernährungswissenschaften sind nach wie vor unbeantwortet. In diesem Grenzbereich zum Unbekannten entwickelt sich Forschung. Ihr Auftrag ist es, den Anforderungen der menschlichen Gesellschaften gerecht zu werden, deren Strukturen sich unentwegt weiter entwickeln, wie die Entwicklung der Alterspyramide zeigt. Es braucht Lösungen für einige der wichtigsten Probleme unserer Zeit wie die Gewinnung von Trinkwasser und die Bekämpfung von Fettleibigkeit. Die heutige Forschung basiert auf dem in den vergangenen Jahrhunderten gesammelten Wissen und wird von modernster Technik ergänzt und unterstützt.

Wissenschaftler müssen sich der nicht immer einfachen Aufgabe stellen, nicht nur das Unbekannte zu erforschen, sondern auch Altbekanntes in Frage zu stellen und nach neuen Antworten zu suchen. Lebensmittelingenieure und Ernährungswissenschaftler, Physiker und Chemiker, Geschichtswissenschaftler und Archäologen, Genetiker, Neurobiologen und Ärzte, Anthropologen und Soziologen, Biochemiker, Molekularbiologen, Physiologen und Pflanzenzüchter – sie allen haben ihren Anteil an der beachtlichen Bandbreite der heutigen Lebensmittelforschung.

Selbst wenn wir täglich Lebensmittel verzehren, haben die meisten von uns keine Vorstellung vom unglaublichen Reichtum der Forschung auf diesem Gebiet. Recherche et alimentation en dialogue war eine wissenschaftliche Ausstellung, die sich mit den Herausforderungen der derzeitigen Lebensmittelforschung befasste, diese in ihren historischen Kontext stellte und ihre praktischen Aspekte beleuchtete.

Unter Einbezug verschiedenster Fachrichtungen informierte die Sonderausstellung wissenschaftlich fundiert über den aktuellen Erkenntnisstand, verdeutlichte die verschiedenen Ziele, gab einen Ausblick auf die Ernährung von morgen, die in den Forschungslaboren entsteht, selbst wenn es bis zu ihrem Eintreffen auf unseren Tellern noch Jahre dauern wird. Das Projekt entstand unter Mitwirkung von Wissenschaftlern aus über 30 verschiedenen Institutionen in zehn Ländern.

Labor:in der Haut eines Forschers!
Angeleitet von qualifiziertem Personal konnten die Besucher ihre eigenen wissenschaftlichen Experimente durchführen:

  • Entdeckung neuester Technologien
  • Einfärbung der Geschmackspapillen zur Identifikation von «Supertastern»
  • Auszählung der Bakterien in Joghurt nach dessen Passage durch den Magen mittels Biolumineszenz
  • Antibiotika in der Milch? Auf zum Test!
  • Verkostungen zur Verdeutlichung des Zusammenhangs von Geschmack und Geruch

Versuchsgarten
Die Ausstellung wurde im Garten des Museums lebendig fortgesetzt. Er veranschaulichte auf pflanzlicher Ebene die Herausforderungen der Forschung:

  • Der Saatguttresor auf Spitzbergen, Arche Noah der Pflanzenwelt: Die Ausstellung zeigte wichtige Arten der Schweizer Pflanzenwelt, die für die Konservierung auf Spitzbergen ausgewählt wurden.
  • Reispflanzen verbringen bis zu zwei Wochen unter einem Meter Wasser: Ob sie überleben, entscheidet ein Gen!
  • Biotechnologie macht es möglich: Mais auf salzigen Böden
  • Die zwölf Pflanzen, die den Menschen ernähren
  • Vielfalt der Farben: Obst und Gemüse, die gut sind für unsere Gesundheit
  • Der Duftgarten: Erkennen versteckter Pflanzen an ihrem Geruch

► Für Lehrer und ihre Schüler hat das Museum begleitendes Lehrmaterial erstellt.

► Der Katalog ist auf Deutsch und Französisch im Museumsshop erhältlich.