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Essen – Recht oder Schlecht?

Thème annuel 2017 Vice ou Vertu Bandeau expo
Jahresthema 2017

‚Bio‘-Produkte, GMO, Zucker, Zusatzstoffe oder ‚Superfood‘ stehen im Zentrum der Ernährungsdebatte. Die einen werden in den Himmel gelobt, die anderen verurteilt. So wird es schwierig, im Informationsdickicht den Durchblick zu behalten, wie man sich ernähren soll, ohne das eigene Wohlbefinden oder das Umweltgleichgewicht zu gefährden.

Das Alimentarium geht den Begriffspaaren ,gut’ und ,schlecht’, ,natürlich’ und ,künstlich’ auf den Grund, die mit Essen und Nahrungsproduktion verbunden werden. Von magischen Wirkungen mancher Nahrungsmittel über Ernährungsrisiken bis zu den Herausforderungen des Bio-Landbaus – das neue Thema durchzieht die Bereiche Essen, Gesellschaft und Körper der Dauerausstellung sowie die digitale Museumsplattform: Die in den Ausstellungen behandelten Inhalte werden hier online in Infodateien des eWissens und eMagazinartikeln vertieft. Dazu kommen unsere Workshops, die das Thema praktisch angehen.

Das Thema ergänzt sich während des Jahres durch zusätzliche Inhalte und bietet so einen nahrhaften, sich erweiternden Parcours zwischen Vorverständnis, überraschenden neuen Wahrnehmungen und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Online Inhalt 

 

Bereich Essen

Im Bereich Essen nähern wir uns der Fragestellung ‚natürlich oder künstlich‘ aus drei Blickwinkeln: Die molekulare Zusammensetzung von Nahrungsmitteln, die Produktionsweisen – von der Permakultur zur intensiven Landwirtschaft des 20. Jh. – und schliesslich ein Überblick über Verarbeitungs- und Konservierungsmethoden für die Haltbarmachung von Lebensmitteln. Als Symbol alternativer Anbaumethoden zeigen wir einen ‚Gemüse-Spiess‘ der anderen Art im Eingangsbereich des Museums. Er macht nachvollziehbar, wie verschiedene Sorten Erdbeeren, Salat oder Goji-Beeren in einer ‚Aerokultur‘ ohne Erde oder Bodenverbindung wachsen.


​Bereich Gesellschaft

Warum schreiben wir bestimmten Lebensmitteln positive oder negative Wirkungen zu? Der Bereich Gesellschaft behandelt mehrere Themenfelder: Die Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel, die Angst vor neuen Pflanzen oder tierischem Fleisch – und nicht zuletzt die Attraktivität von Wundertränken wie Tee oder Kaffee. Essen ist eine intime Handlung: Es bedeutet, sich Stoffe anzueignen, die damit Teil unseres Körpers werden. Metaphorisch betrachtet gehen deren Eigenschaften auf den Essenden über. Heute haben die Verbraucher den Eindruck, die Kontrolle über ihre Ernährung zu verlieren. Vielleicht ist das einer der Gründe, lieber naturbelassene Lebensmittel zu wählen, denen sie vertrauen.


​Bereich Körper

Die für Aufbau und Funktionieren nötigen Nährstoffe erhält der Körper aus unterschiedlich zubereiteten Nahrungsmitteln. Essen ist ein gesellschaftlicher, von Kultur und Tradition bestimmter Akt, der alle Sinne betrifft. Über die fünf Sinne formt das Gehirn in einem einzigartigen Vorgang aus einer Flut von Eindrücken ein zusammenhängendes, aber fiktives Bild der Aussenwelt, das die Realität nicht unbedingt exakt widerspiegelt – wie optische Täuschungen und Geruchserinnerungen belegen. Beeinflusst diese manchmal trügerische Wahrnehmung unsere Ernährungsentscheidung? Beim Essen fordern wir all unsere Sinne; danach werden die verzehrten Nahrungsmittel im Darm verdaut. Heute messen wir unsere Daten täglich selbst rund um die Uhr: Körperliche Anstrengung, Ruhezeiten, Gewicht, Fettmasse, Blutdruck, Kalorienaufnahme, Blutzuckerspiegel... Doch verhilft uns all das zu den richtigen Entscheidungen?