Sorry, you need to enable JavaScript to visit this website.
Über uns
Startseite : Magazin : Im Museum : Eine reise ins zentrum der ernährung
Alles neu im Alimentarium!
Eine Reise ins Zentrum der Ernährung
07
Juni
2016
Das Alimentarium-Team

Die Dauerausstellung Essen – Die Essenz des Lebens gestaltet sich als spielerische und interaktive Reise, sie lädt Gross und Klein dazu ein, die spannende Welt der Ernährung von Gestern, Heute und Morgen zu entdecken. Die neue Szenographie spricht Entdeckungsfreude, Experimentierlust und das Interesse an vertieften Informationen an. Sie umfasst drei Themenbereiche: Das Essen, Die Gesellschaft und Der Körper. In jedem Bereich sorgen Projektionen, interaktive Medienstationen und Videoinstallationen für ein unvergessliches Erlebnis – eine beeindruckende Erfahrung für alle Sinne. So wird dem Besucher bewusst, wie Ernährung Leib und Leben, Körper und Umfeld beeinflussen kann.

 

Bereich Nahrungsmittel - 1. Stock

 

Der Rundgang durch die neue Ausstellung des Alimentarium beginnt mit einem Bereich, der Sie in die Welt der Nahrungsmittel entführt. Was Sie hier erleben, beantwortet eine wesentliche Frage: „Was esse ich?“

Im ersten Saal betreten Sie eine idyllische Naturlandschaft. Umgeben von interaktiven Projektionen verfolgen Sie im Zeitraffer das Wachstum von Nahrungsmitteln, z.B. die Entwicklung von Mais vom Saatkorn zur Pflanze, und erforschen so verschiedenste Arten von Lebensmitteln.

Nachdem Sie die unendliche Vielfalt unserer Nahrung kennengelernt haben, gehen Sie weiter zum Thema Produktion, das einen Einblick in Landwirtschaft und Handel bietet. Die Ausstellungsobjekte in den Vitrinen sehen Sie in den zugehörigen Touchscreens in ihrem Kontext – und sie dürfen Sie dort auch dreidimensional betrachten. Sie können ebenfalls in den interaktiven Medienstationen mit grossen Bildschirmen zu speziellen Themen surfen, um mehr über die Objekte des Nahrungssammelns, der Jagd, Viehzucht und des Ackerbaus zu erfahren.

Wollen Sie die Wege kennenlernen, die unsere Nahrungsmittel nach der Produktion zurücklegen? Dann recherchieren Sie in den Medienstationen der grossen Bildschirmwand. Dort sehen Sie auf einer Weltkarte die Transportwege – je nach ausgewähltem Produkt – aufleuchten. So erschliessen sich Vertrieb, Transport, Verteilung und Rückverfolgbarkeit von Nahrungsmitteln.

Nach Produktion und Transport von Nahrungsmitteln haben Sie jetzt vielleicht Hunger? Doch zuvor müssen wir noch deren Verarbeitung anschauen. Um Herstellung, Konservierung, handwerkliche und industrielle Zubereitung der Nahrungsmittel zu verstehen, helfen Ihnen nochmals Objekte in Vitrinen, die in Verbindung mit Touchscreens stehen. Filminterviews geben Ihnen weitere Einblicke. Sie können aber auch mithilfe eines grossen interaktiven Tisches einen Blick in die Küche werfen und sich mit interaktiven Spielen über Rezepte und Kochtechniken informieren. Ein so lehrreicher wie amüsanter Rundgang durch eine lange Geschichte!

 

Denis_Rohrer_rond.png
 

Denis Rohrer, Konservator

„Als Historiker hatte ich grosse Freude, den Weg der Nahrungsmittel von der Produktion bis zum Konsum nachzuzeichnen. Es liegt mir daran, dass der Besucher versteht, dass eine lange Produktionsgeschichte notwendig ist, bis man ein fertiges Gericht essen kann. Und als Konservator hätte ich die Objekte niemals so perfekt in ihrem Kontext ausstellen können, wie das mit der Multimedia-Technik möglich ist“.

Bereich Gesellschaft - 1. Stock

 

Die Besucherreise geht im Bereich Gesellschaft weiter, in dessen Zentrum die Frage steht: „Wie esse ich?“ Hier zeigen wir, dass Essen nicht nur ein lebenswichtiges Bedürfnis ist, sondern auch eine gewichtige soziale Funktion erfüllt.

In einem mit Fotografien und persönlichen Zeugnissen gefüllten runden Raum, der die Privatsphäre darstellt, erkennen Sie, bis zu welchem Grad Erziehung und familiäres Umfeld für Ihre Beziehung zum Essen entscheidend sind. Sie können dort Ihre Spuren an einer Kommunikationswand hinterlassen oder sich Fragen zu neuen gesellschaftlichen Phänomenen wie Hashtags oder Foodporn stellen. Vergessen Sie nicht, Ihre Kindheitserinnerungen, Tipps und Gastroselfies an einer Medienstation einzugeben, um das grosse Buch der Esskultur des Alimentarium fortzuschreiben, eine Art von und durch unsere Besucher erstelltes kollektives Gedächtnis des Essens.

Im weiteren Rundgang werden Sie sich bewusst, dass Ihre Vorlieben und Gewohnheiten auch von viel weitergehenden sozialen und kulturellen Faktoren abhängen und der Schnittpunkt einer Vielzahl von Einflüssen sind. Jede Gesellschaft, jede Kultur bestimmt die erlaubten Nahrungsmittel, ihre Verbote und ihre bedeutungsgeladenen Speisen. Neben den religiösen Tabus ist unsere Zeit auch ,gierig‘ nach neuen Ernährungsgrundsätzen.

 

Ein interaktiver, mehrere Spiele zum Thema Tischdecken und Tischsitten anbietender Tisch stellt auf spielerische Weise einige Grundwerte unterschiedlicher Kulturen dar. Denn: Den Tisch zu decken ist in allen Ländern und zu allen Zeiten etwas Besonderes.

Vor grossen Fotografien können Sie der Frage nachgehen, wie die verschiedenen Essgewohnheiten hierzulande und anderswo, aber auch gestern und heute aussehen. Welche Konsequenzen hat unsere Ernährung für unsere Gesundheit, die Umwelt, das Leben anderer Menschen? Warum essen wir „ohne Hunger“? Fragen über Fragen, mit denen das Alimentarium Sie in diesem Bereich konfrontiert.

Der Weg durch den Bereich Gesellschaft endet vor einer bewegten, mit Fotos illustrierten Wand sowie vor einer Auswahl an Objekten unserer Sammlung, die die Vielfalt der Speisegewohnheiten, Speisefeste und Speiseorte dieser Welt widerspiegelt.

 

Laetitia_Aeberli_rond.png
 

Laetitia Aeberli, Interkulturelle Vermittlung

„Als Soziologin und Verantwortliche für interkulturelle Vermittlung ist es für mich ein grosses Glück, an zentraler Stelle an der Konzeption der neuen Ausstellung mitwirken zu können, um den Besuchern die Schlüsselbotschaften zu übermitteln. Mit dem Bereich Gesellschaft möchte ich gern zeigen, warum die kulturelle Vielfalt und das vorurteilsfreie Verständnis des Anderen für das Zusammenleben wichtig sind.“

 

Bereich Körper - 2. Stock

 

Willkommen im letzten Bereich des Besucherrundgangs. Der Bereich Körper stellt zwei grundlegende Fragen: „Wie nehme ich wahr, was ich esse? Warum esse ich?“

Der erste Saal lädt Sie ein, die mit riesigen Neuronen übersäten Gehirnwindungen zu erkunden, um mehr über die Funktionsweise der fünf Sinne zu erfahren. Bei diesem spielerischen Rundgang können Sie unter anderem erleben, wie die Sinneswahrnehmungen spezielle Bereiche des Gehirns aktivieren, und dass es möglich ist, in jedem Alter das Gehirn zu trainieren.

Hier können Sie Ihre Sinnesorgane auch bei einigen praktischen und leckeren Versuchsanordnungen testen. Doch Vorsicht: Die Sinneswahrnehmungen können täuschen!

Am Ende dieses Ausstellungsteils laden wir Sie ein, neue Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Sensorik kennenzulernen. Auch erfahren Sie etwas über die Rolle, die unsere Erziehung sowie die geografische, familiäre und soziale Umgebung das gesamte Leben lang bei allen Entscheidungen und Vorlieben hinsichtlich unserer Ernährung spielen.

 

Haben Sie schon einmal davon geträumt, durch den Verdauungstrakt zu reisen, um die Geheimnisse seiner Funktionsweise zu entdecken? Der Besucher kann für einige Minuten in die Haut eines Apfels schlüpfen und erleben, wie er zerdrückt, zerquetscht und von Enzymen zersetzt wird. Danach versteht er die zentrale Rolle besser, die verdaute Nahrungsmittel beim Aufbau, den Funktionen und beim Schutz des Körpers spielen; das wird ihm helfen, sich für diejenigen Nahrungsmittel zu entscheiden, die für die Gesundheit zuträglich sind.

Als Einstimmung auf diese Reise zeigen wir die komplexen hormonellen Mechanismen, die alle Informationen über Hunger und Sättigung lenken. Anschliessend können Sie im Bereich des Energiebedarfs Kalorien verbrennen. Dort erfahren Sie, welchen Energiebedarf die Ernährung in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht und körperlicher Aktivität abdecken muss.

Die intensive Reise durch Gehirn und Darm endet in einem Spielbereich mit erweiterter Realität (augmented reality) für mehrere Personen. Eine attraktive Gelegenheit, sich mit der Familie oder mit Schulfreunden ein wenig zu bewegen und das beim Rundgang erworbene Wissen praktisch zu erproben!

 

Christelle_Schaffer_rond.png
 

Christelle Schaffer-Lequart

„Ich betreibe seit 20 Jahren wissenschaftliche Forschung im Bereich Ernährungswissenschaften. Ich bin begeistert von der Komplexität biochemischer Mechanismen, die - ausgehend von den Nahrungsmitteln, die wir zu uns nehmen – uns als Individuen konstruieren. Es hat mir grossen Spass gemacht, den Rundgang durch Gehirn und Sinne zu konzipieren. Es war eine wundervolle Gelegenheit, meine Faszination für die Funktionsweisen des Gehirns mit den Besuchern zu teilen. Denn das Gehirn versetzt uns dank unserer Sinne und nach einem komplexen Weg in die Lage, uns ein Bild von der uns umgebenden Welt zu machen.“

Das Alimentarium-Team
Vevey, Switzerland

Das Alimentarium präsentiert Ihnen die Früchte einer multidisziplinären Zusammenarbeit: von der Küche über die Kulturvermittlung bis hin zur Sammlungspflege – alle haben mitgemischt! 

Neuen Kommentar schreiben

alimentarium magazine
Unser monatlicher Newsletter hält Sie auf dem Laufenden. Entdecken Sie als Erste die neuesten Artikel über Ernährung oder unsere spannenden und delikaten Videos. Entdecken, lernen, teilnehmen!
Jetzt abonnieren