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Lyon, internationale Stadt der Gastronomie
12
September
2016
Manuella Magnin
Das Label „Cité internationale de la Gastronomie” (Internationale Stadt der Gastronomie) wurde unmittelbar nach der Anerkennung der „Französischen Küche“ als immaterielles Kulturerbe der Menschheit durch die UNESCO gegründet und nimmt nun inhaltlich Gestalt an.

Sind Sie ein Feinschmecker und von allem Gastronomischen begeistert? Dann werden Sie in zwei Jahren nur noch nach Lyon fahren, um in den „Lyoner Bouchons“, den typischen Lyoner Restaurants, zu schlemmen und sonntags auf der Suche nach den besten Häppchen an den Rhone-Quais zu flanieren.

2018 wird die Internationale Stadt der Gastronomie (Cité internationale de la Gastronomie) in Lyon eröffnet. Eine Arbeitsgruppe unter Vorsitz des bekannten Kochs Régis Marcon erarbeitete das Konzept und stellte das Projekt im April diesen Jahres vor. Was will es erreichen? Ziel ist, den Beitrag der Gastronomie zum Leben heute und in Zukunft unter den Aspekten Ernährung und Gesundheit zu hinterfragen. Das vorgesehene Gelände wird Ausstellungen und Kulturereignisse veranstalten, Innovationen und Vorführungen zeigen sowie ein Hotel, Restaurants und Geschäfte umfassen, um eine „modernes Bild der Gastronomie” zu entwerfen.

Das Zentrum für Geniesser wird im Grand Hôtel-Dieu, einem im November 2011 unter Denkmalschutz gestellten ehemaligen Krankenhaus eingerichtet. Zwischen der Rhone und der Place Bellecour umfasst es eine Fläche von 3823 m². Das Projektbudget steht bei 19 Millionen Euro veranschlagt – getragen zu einem Drittel von der öffentlichen Hand, zu zwei Dritteln von der Privatwirtschaft.

Ein Quartett

Lyon bildet mit Paris-Rungis, Tours, und Dijon ein Netzwerk von vier Städten der Gastronomie, das ein originelles und leistungsstarkes Vermittlungs- und Promotionstool der französischen Küchenkultur bieten will. Jedes dieser gastronomischen Zentren hat sich auf ein bestimmtes Thema spezialisiert: Lyon widmet sich im im Hôtel-Dieu der „Ernährung und Gesundheit”, Paris-Rungis, der sogenannte „Bauch” von Paris, der Entwicklung und Betreibung von Märkten - u. a. den Markthallen mit ihren kulinarischen Schätzen, Tours den Geistes- und Sozialwissenschaften in Zusammenarbeit mit der Universität François-Rabelais, und die eng mit dem „Institut de la Vigne” (Institut für Weinberge) sowie dem UNESCO-Lehrstuhl „Weinanbau und -traditionen” kooperierende Stadt Dijon der Aufwertung und der Absatzförderung des Weinanbaus. Zur Zeit ist das Projekt von Lyon das ausgereifteste.

Die französische Küche

Das zwischenstaatliche UNESCO-Komitee hat „die französische Küche” in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Für die UNESCO lässt sich an der französischen Art des Essens eine „gesellschaftliche Praxis ablesen, die die bedeutendsten Momente im individuellen oder gemeinschaftlichen Leben feiert“. Denn über die einzelnen Speisen hinaus bestimmt ein französisches Essen die gesellschaftliche Praxis: die Geselligkeit, die Gemeinsamkeit, die Verbindung mit Wein und regionalen Produkten.

Das Essen legt den Schwerpunkt auf schönes Zusammensein, Freude am Geschmack sowie auf die Harmonie zwischen dem Menschen und Naturprodukten. Zu seinen Bestandteilen zählen: die sorgfältige Auswahl der Gerichte aus einer sich ständig erweiternden Rezeptsammlung, der Kauf guter, vorzugsweise regionaler, geschmacklich harmonierender Produkte, die Kombination von Gerichten und Weinen, Tafeldekor sowie eine spezifische Gestik während der Verkostung (Riechen und Probieren der servierten Gerichte). Das typisch französische Essen hält ein festes Schema ein. Es beginnt mit einem Aperitif und endet mit einem Digestif. Dazwischen folgen mindestens vier Gänge - Vorspeise, Fisch und/oder Fleisch mit Gemüse, Käse sowie ein Dessert.

Gastronomic meal of the French www.unesco.org
Grand Hôtel-Dieu www.grand-hotel-dieu.com
Grand Lyon www.grandlyon.com
Les villes membres du réseau ‘Cités de la gastronomie’ www.agriculture.gouv.fr
Tours, Cité internationale de la Gastronomie www.toursvaldeloiregastronomie.fr
Grand Dijon www.grand-dijon.fr
Cité de la Gastronomie Paris-Rungis www.valdemarne.fr
Manuella Magnin

Journalist im kulinarischen Bereich - www.lesdelicesdemanuella.ch

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