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Essen an Imbissbuden
Das grösste Buffet
14
Mai
2014
Yunlong Song

Tausende von Köchen bieten an ihren Ständen oder auf ihren Dreirädern eine unglaubliche Vielfalt von Speisen aus den unterschiedlichen Regionen Chinas an.

Ich wohne seit über zehn Jahren in der Schweiz. Wenn mich Freunde fragen, ob ich das chinesische Essen vermisse, bin ich immer etwas irritiert. Mit einem Chinesen über chinesisches Essen zu sprechen, ist, als spräche man mit einem Europäer über europäisches Essen. Typisch chinesisches Essen gibt es nicht, jede Region hat ihre eigene Küche.

Ich bin in Shanghai aufgewachsen. Auf den kleinen Gemüsemärkten in Shanghais Wohngebieten säumen Lebensmittelläden und Restaurants die Gassen. Man isst entweder gleich vor Ort oder lässt sich die Gerichte zum Mitnehmen einpacken. Die Speisen sind gut und günstig, eigentlich muss niemand zu Hause zu kochen. Morgens gibt es auf der Strasse Frühstück zu kaufen, und auf dem Nachtmarkt werden allerlei Snacks angeboten. Was auch immer das Herz begehrt, niemand wird enttäuscht.

Wenn ich meine Eltern in Shanghai besuche, schlendere ich abends gerne durch die West Nanjing Road und deren Umgebung. In diesen Strassen befinden sich einige meiner Lieblingsstände. Meist kaufe ich mir erst einige xiaolongbao, das sind in Bambuskörben gedämpfte Teigtaschen. Ich habe die Wahl zwischen verschiedenen Sorten, die dann gleich frisch vor meinen Augen zubereitet werden. Oft arbeitet die ganze Familie mit. Die Teigtaschen sollte man natürlich heiss geniessen. Oder ich bestelle mir auch sogenannte sanxian huntun, also Huntun-Taschen mit frischen Crevetten, Fleisch und Pilzen.

Anschliessend kann man unterwegs noch etwas Süsses kaufen, zum Beispiel Reiskuchen, gefüllt mit schwarzem Sesam, roten Bohnen, Erdnüssen oder Kokossplittern.

 

Yunlong Song

Fotograf, Filmemacher

Yunlong Song wurde in Yantai, Volksrepublik China, geboren. Er studierte Arabisch, Internationale Beziehungen und Journalismus an der Beijing Foreign Studies University. Später erwarb er einen Master in Film an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit 2008 ist er an vielen universitären Austauschprogrammen in der Schweiz beteiligt und arbeitet bei interkulturellen Workshops und Kunstprojekten mit.

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